Zivil-Militärische Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene & Gedanken zur Kriegsmedizin
Die CDU Westerstede hat im Hotel Altes Stadthaus eine gut besuchte Vortragsveranstaltung zum Thema Zivil-Militärische Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene und Gedanken zur Kriegsmedizin durchgeführt. Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen und deren Auswirkungen auf die kommunale Ebene zu informieren.
Begrüßt wurden die Gäste von der CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Annika Henkensiefken sowie dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Lars Schmidt-Berg. Beide betonten die Bedeutung eines offenen Austauschs über Fragen der Sicherheitsvorsorge, des Bevölkerungsschutzes und der Rolle der Bundeswehr in der Gesellschaft.
Den ersten Vortrag hielt Oberstleutnant Thomas Bünting, Leiter des Kreisverbindungskommandos Ammerland. Er ging auf die Herausforderungen durch internationale Krisenlagen und deren mögliche Auswirkungen auf Städte und Gemeinden ein. Dabei machte Bünting deutlich, dass sich Kommunen künftig verstärkt auf neue Risiken und Bedrohungslagen einstellen müssten. Themen wie Katastrophenschutz, Versorgungssicherheit und die enge Abstimmung zwischen zivilen Behörden und der Bundeswehr, würden zunehmend an Bedeutung gewinnen, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger auch in Krisensituationen gewährleisten zu können.
Im zweiten Vortragsteil schilderte Oberstabsarzt d.R. Arp Blum eindrucksvoll die Realität medizinischer Versorgung während Kriegshandlungen. Er erläuterte den Ablauf medizinischer Eingriffe unter schwierigsten Bedingungen sowie die enormen Risiken und Herausforderungen für medizinisches Personal und Verwundete. Die persönlichen und eindringlichen Schilderungen gingen vielen Zuhörerinnen und Zuhörern sichtbar nahe.
Als besonderer Gast nahm zudem der Landratskandidat Hendrik Lehners teil. In seinem Grußwort sprach er über die Bedeutung von Katastrophenschutz, Gefahrenabwehr und Zivil-Militärischer Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene. Lehners sprach sich für eine künftig noch engere Verzahnung der beteiligten Akteure aus und verwies auf vergangene Krisenlagen im Ammerland, die gemeinsam mit der Bundeswehr erfolgreich bewältigt worden seien. Gleichzeitig betonte er die große Bedeutung und Wertschätzung der Arbeit der Soldatinnen und Soldaten. Gerade als Standort eines Bundeswehrkrankenhauses müsse man sich bewusst sein, dass das Ammerland auch ein bedeutender Bundeswehrstandort sei.