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16.02.2009, 21:22 Uhr | Stadtverband Westerstede
IGS in Westerstede
die CDU – Westerstede sieht angesichts der geltenden Rechtslage keinen Raum für die Einführung einer IGS und hält sie auch nicht für sinnvoll...
Westerstede -

CDU, Kastanienstr. 2, 26655 Westerstede

NWZ

Redaktion Westerstede

Herrn Otto

 

Per Fax 04488/9988-2609

Westerstede, 31.01.2009

IGS in Westerstede



Sehr geehrter Herr Otto,


die CDU – Westerstede sieht angesichts der geltenden Rechtslage keinen Raum für die Einführung einer IGS und hält sie auch nicht für sinnvoll. Nach Angabe der Schulbehörde reichen die auf Dauer zu erwartenden Schülerzahlen nicht aus, um neben dem Gymnasium eine weitere Schule mit gymnasialer Oberstufe in Westerstede einzurichten. Da die Schüler einer IGS bis Klasse 10 aber nicht ans reguläre Gymnasium wechseln dürfen, macht die Einrichtung einer IGS am Standort der Robert-Dannemann-Schule keinen Sinn. Den Westersteder Schülern steht aber der Weg zur IGS nach Veenhusen offen, der Landkreis sorgt insoweit auch für den Schülertransport.

Dies ist eines der Ergebnisse der umfangreichen Erörterungen im CDU – Vorstand unter Vorsitz von Mischa Braun am Mittwochabend, an dem auch der CDU – Kreistagsfraktionsvorsitzende Jann Lübben teilgenommen hat. Er hatte zunächst dargestellt, dass ohnehin weder Stadt noch Landkreis eine solche Schule einrichten könnten, der Landkreis könne allenfalls einen entsprechenden Antrag an die Schulbehörde stellen. Da dieser aber keine Aussicht auf Erfolg habe, sei davon Abstand genommen worden.

Die CDU – Westerstede bevorzugt das gegliederte Schulsystem und kann sich eine IGS nur parallel dazu vorstellen. Sowohl nach den Angaben des Philologenverbandes als auch nach Aussage des niedersächsischen „Verbandes Deutscher Realschullehrer“ hat sich anhand der PISA Studien zuletzt in 2006 gezeigt, dass im gegliederten Schulsystem erheblich bessere Punktzahlen erreicht werden als in Einheitsschulen. Dabei ist aber wichtig, dass es dem einzelnen Schüler möglich bleibt, auf die höhere Schulform wechseln zu können.

Weil SPD, Grüne und GEW um die rechtlichen Rahmenbedingungen wissen, sieht die CDU Westerstede in der aktuellen Diskussion um eine IGS kein allein kommunalpolitisches Anliegen, sondern ein allgemeines Kesseltreiben auf das gegliederte Schulsystem. Daran wird sich die CDU nicht beteiligen.

Deshalb warnt sie auch davor, bei Westersteder Eltern trügerische Erwartungen zu wecken.

Handlungsbedarf sieht die CDU aber tatsächlich bei der Hauptschule in der RDS, die zurzeit nur noch zweizügig ist. Hier muss zunächst einmal aufgehört werden, die Schule als solche „schlecht zu reden“. Im letzten Jahr hat nur ein Schüler den Abschluss nicht geschafft, worauf man als Rektor, Lehrer und Schüler stolz sein kann. Zurzeit sind einige ergänzende Veränderungen an den Hauptschulen im Ammerland in der Diskussion mit dem Ziel, die Attraktivität für Schüler und Ausbildungsbetriebe zu verbessern. Die CDU Westerstede wird darauf dringen, dass der Hauptschulzweig an der RDS davon profitiert.

 

Mit freundlichem Gruß

Mischa Braun
per FritzFaxCard

 

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